
Kulturspaziergang in Potsdams leisem Norden

Potsdam hat diese Art von Schönheit, die sich nicht aufdrängt – sie ist einfach da.
Und so beginnt Ihr Spaziergang an der Alexander-Newski-Kapelle, einem stillen Zeugnis russisch-preußischer Geschichte.
Die kleine, aber kunstvoll gestaltete Kapelle beeindruckt durch ihre orthodoxe Architektur und erzählt von den religiösen und kulturellen Verbindungen zwischen Preußen und Russland im 19. Jahrhundert.

Weiter geht es in Richtung Neuer Garten. Seit 1787 als Gegenentwurf zu Sanssouci angelegt, ist der Park frei, weit und voller Fernsichten. Ein Spaziergang hier fühlt sich an wie ein Gespräch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es gibt viel Raum zum Durchatmen. Die Muschelgrotte markiert den Einstieg.
Das Marmorpalais spiegelt sich im Heiligen See. Schloss Cecilienhof erinnert an die politischen Momente des Jahres 1945. Die Gotische Bibliothek wirkt wie ein Sehnsuchtsort aus einer anderen Zeit.

Wer noch Zeit und Energie hat, erreicht anschließend Alexandrowka, die berühmte russische Kolonie Potsdams und UNESCO-Welterbe. Liebevoll erhaltene Holzhäuser, Obstgärten und Wege erzählen die Geschichte der russischen Sänger, die hier einst lebten.
Und wenn Sie schließlich zurück zum Hauptbahnhof fahren, bleibt vor allem eines: das Gefühl, wiederkommen zu wollen.
Tipp

Gastro-Tipp
Die Brauerei „Meierei“, ein Gebäude wie aus einer alten Skizze, liegt im Neuen Garten. Drinnen duftet es nach frisch gebrautem Bier und deftigem Essen, draußen nach Holz und Wasser. Lassen Sie sich Ihren Burger, die Boulette oder einen Brandenburger Salat schmecken und geniessen Sie die herrliche Aussicht auf das weite Wasser.
Bildnachweis: Marmorpalais Potsdam, Belvedere: iStock | Brauerei Meierei: Brauerei Meierei | Alexandrowka: Neufal54 (pixabay)




